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Über

Ingrid Grillmayr ist eine österreichische Malerin, die ausschließlich in Öl auf Leinwand arbeitet. Ihr Schaffen bewegt sich zwischen Dornbirn in Vorarlberg und China – dieses Leben zwischen den Alpen und den Metropolen Ostasiens ist zum stillen Motor ihres Werks geworden: hörbar in der Palette, sichtbar im Format.

Ausgebildet an der Bildnerischen Erziehung in Feldkirch (1977–1982), unterrichtete sie beinahe zwei Jahrzehnte lang Bildnerische Erziehung an Vorarlberger Schulen. Im Jahr 2000 verließ sie den Schuldienst, um sich zur Gänze der Malerei zu widmen – eine Entscheidung, die sie weniger als Aufbruch denn als Heimkehr beschreibt.

„Öl ist das Parfum meiner Leinwände.“

Ihr Weg in die Malerei begann mit der Rose: Jahre einer genauen, beinahe wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit ihrer Anatomie – Blütenblatt, Kelch, Dorn. Aus dieser botanischen Disziplin erwuchs ein Werk, das sich dem Erotischen zuwandte, der Haut, der Geste – bis sich die Figur selbst zu lösen begann. In den jüngeren Leinwänden gehen die Körper in reiner Farbe auf; was bleibt, ist Bewegung, Temperatur, Atem.

Ihre Fixsterne sind die aufgewühlte Malweise Cecily Browns, die sinnliche Fülle von Rubens und Michelangelos Beharren auf dem Körper als Maß aller Form. Zwischen diesen Polen hat sie ihre eigene Tonlage gefunden – sinnlich, aber diszipliniert; abstrakt, aber nie blutleer.

Ingrid Grillmayr lebt und arbeitet in Dornbirn und in China.

Ingrid Grillmayr

Vita

Einzelausstellungen

  • 2025 Colour Alone, Baiyun Contemporary Art Space, Peking
  • 2019 Between Rivers, M50 Art District, Shanghai
  • 2014 Inkarnat, Galerie Weihburg, Wien
  • 2008 Rosewood, Galerie am Kornmarkt, Bregenz
  • 2006 Anatomie der Rose, Galerie am Marktplatz, Dornbirn

Gruppenausstellungen

  • 2024 Bodies of Colour, Kunsthalle am See, Bregenz
  • 2017 Oil and Ink: A Dialogue, West Bund Art Space, Shanghai
  • 2012 Farbe als Körper, Galerie an der Pinakothek, München
  • 2005 Positionen Vorarlberger Malerei, Künstlerhaus Bregenz

Ausbildung

  • 1996 Meisterklasse für figurative Malerei, Internationale Sommerakademie, Salzburg
  • 1982 Studium der Bildnerischen Erziehung, Feldkirch, 1977–1982

Auszeichnungen

  • 2021 Internationaler Preis für zeitgenössische Malerei, Bodensee-Biennale
  • 2011 Förderpreis für Bildende Kunst des Landes Vorarlberg

Residenzen

  • 2016 Internationale Künstlerresidenz, Hangzhou
  • 2009 Artist-in-Residence, Schloss Hofen, Lochau (Vorarlberg)

Presse

  • 2020 „Das Parfum der Farbe“, Porträt, Vorarlberger Nachrichten

Sammlungen

  • 2023 Privatsammlungen in Österreich, Deutschland und China
  • 2015 Kunstsammlung des Landes Vorarlberg